Propstei Süd-Nassau
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Sozialpolitik

Das Prinzip der Subsidiarität, nach der der Staat nicht alle gesellschaftlichen Aufgaben selbst betreiben muss, hat es auch schon im Herzogtum Nassau, das von 1806 bis 1866 existierte, gegeben. Im 19. Jahrhundert gegründete nassauische Vereine wie der Evangelischen Verein für Innere Mission (EVIM) mit etwa 2000 Mitarbeitern oder die Heime Scheuern  mit Hunderten von Plätzen in Behinderten-Werkstätten stellen sich heute neuen sozialen Herausforderungen. 

Vor allem aber wandeln sie sich von „Anstalten“ des Helfens zu einer dezentralen Diakonie, die am Wohnort oder zu Hause Hilfe anbietet. Die Diakonie verstärkt auch angesichts der Hartz IV-Gesetze ihre Anstrengungen gegen Armut bei Kranken, Alten und Kindern. Für Diakonie und allen Dienst am Nächsten gilt es in den nächsten Jahren Vorsorge zu treffen.

Mit der in einigen Jahren zu erwartenden Pensionierungswelle kommen auf die öffentlichen Arbeitgeber besondere Herausforderungen zu. In den folgenden Lebensabschnitten dürfen nicht neue Armut und schlechte Versorgung bei Krankheit für viele Menschen zur Realität ihres Alltags werden. Der Horizont des Handelns verlangt nach großen politischen Linien und langfristig wirkenden Entscheidungen, nicht nach kurzfristigen Experimenten im schnellen Durchlauf des Farbenkreises.


Ein gutes Stück Evangelische Kirche in Hessen und Nassau